Abmahnungen wegen GVO-Verstoß

Der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) ist in den vergangen Monaten gegen
Autohäuser vorgegangen, die gegen gültige Wettbewerbsregeln verstießen.
Zeitungsanzeigen von Autohäusern und Aufkleber in Serviceheften
vermittelten den
Eindruck, dass Garantieansprüche davon abhängen würden, Service- und
Wartungsarbeiten ausschließlich bei autorisietren Markenwerkstätten ausführen zu
lassen. Dies verstößt jedoch gegen die aktuelle Kfz-GVO (EG)Nr. 461/2010, die einen
fairen Wettbewerb zwischen markgebundenen und freien Werkstätten sichert.

Danach sind Formulierungen, die Garantieansprüche an Servicearbeiten in bestimmten
Betrieben knüpfen kartellrechtlich nicht erlaubt und fallen unter das Gesetz gegen
unlauteren Wettbewerb. Denn der Kunde hat , egal ob bei Neu- oder Gebrauchtwagen,
die freie Werkstattwahl, so lange es nicht um Garantieleistungen geht.